On the road. Seattle nach L.A.

roadtrip

3.000 Meilen entlang des Pazifischen Ozeans. Stylekiddo hits the road. Der rauhe Norden trifft auf „Sunny California“. Der Pacific Coast Highway gehört  zu einer der schönsten Strecken der USA. Von Seattle geht es los. Immer Richtung Süden. Drei Bundesstaaten durchqueren wir, den Blick immer auf das Meer gerichtet. Von Washington über Oregon nach Kalifornien. Nicht nur die Temperaturen steigen gen Süden, auch der Natur kann man förmlich dabei zusehen, wie sie sich verändert.

Das älteste Motel 6 steht in Santa Barbara. Heute sehen die Zimmer aber nicht mehr wie in den 60 Jahren aus.

Das älteste Motel 6 steht in Santa Barbara. Heute sehen die Zimmer aber nicht mehr wie in den 60 Jahren aus.

Wie es sich für eine richtigen Roadtrip gehört, übernachten wir in einem stilechten Amerikanischen Motel, z.B. Motel 6.  Am Highway gibt es eine Menge Motels. So schön ein Abenteuer auch sein kann, man sollte sich lieber vor seinem Trip informieren, wo man nächtigen kann. Die Standards sind nicht einheitlich und was man für sein Geld bekommt, unterscheidet sich doch sehr. Nicht nur in NYC gab es das Bettwanzenproblem. Wir sind mit Motel 6 sehr gut gefahren, die Zimmer waren groß und sauber. Die Motels gibt es fast überall und zur Zeit werden sehr viele in einem neuen Design umgebaut, das funktional und stylisch ist, die Preise sind allerdings sehr niedrig und gehören nach Aussagen der Marke zu den günstigsten in den USA.

Die Space Needle ist das Wahrzeichen von Seattle, am Hafen gibt es überall frischen Fisch. Typische Briefkästen auf dem Weg von Seattle nach Roseburg.

Die Space Needle ist das Wahrzeichen von Seattle, am Hafen gibt es überall frischen Fisch. Typische Briefkästen auf dem Weg von Seattle nach Roseburg.

Bei der Auswahl meiner Fotos fällt mir auf, dass ich am liebsten ein „Food-Foto“ nach dem anderen posten würde. Das liegt nicht nur daran, dass ich gerne esse, auf der Reise habe ich auch fantastische Restaurants kennengelernt. Eines davon ist das The art of Table in Seattle. Das Restaurant ist klein, aber sehr gemütlich. Man sitzt mit anderen Gruppen am Tisch und kommt schnell ins Gespräch. Hier werden ausschließlich lokale Lebensmittel serviert und das Team rund um Service und Küche sieht aus, als hätte es mal bei Pearl Jam gespielt. Es gibt keine „A la Carte“ Auswahl, es wird nur in Menüs serviert und das sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch fantastisch.

Wer richtig viel Hunger mitbringt, der sollte am Hafen von Seattle Fisch probieren, frisch gefangen gibt es den dort fast überall. Das tun wir am nächsten Abend und gönnen uns eine riesige Platte mit köstlichem und seefrischem Fisch, Krabben und Muscheln.

Ich bin kein Fan von Grey´s Anatomy, nach Seattle wollte ich aber schon immer reisen. Ich war ein Teenie in den 90ern und habe Bands wie Nirvana und Pearl Jam vergöttert. Vom Grunge der 90er ist hier aber nicht mehr viel zu spüren. Großstädte verlieren heute zunehmend an Profil und gleichen sich an, was schade ist. In den USA fällt das durch die relativ kurze Geschichte der Städte meiner Ansicht nach noch mehr auf.

Seattle ist eine relativ reiche Stadt, Microsoft Gründer Bill Gates wohnt um die Ecke und Starbucks hat nicht umsonst in Seattle an wirklich jeder Ecke einen Laden. Übrigens, wer neugierig ist, wie das allererste Starbucks Logo mit barbusiger Sirene aussah, der findet diese  eine und letzte Starbucks Filiale noch in der Innenstadt von Seattle.

Im Redwood Forest stehen einige der höchsten und dicksten Bäume der Welt. Kommt Euch das Bild bekannt vor? Hier wurde E.T. gedreht und flog über die Baumgipfel in den Horizont. Eine Sandbuggy Tour in den Oregon Dunes ist Spaß pur!

Im Redwood Forest stehen einige der höchsten und dicksten Bäume der Welt. Kommt Euch das Bild bekannt vor? Hier wurde E.T. gedreht und flog über die Baumgipfel in den Horizont. Eine Sandbuggy Tour in den Oregon Dunes ist Spaß pur!

Auf dem Weg nach Los Angeles durchqueren wir den Bundesstaat Oregon. Es lohnt sich ein Stopp bei den Oregon Dunes, einer 80 Kilometer großen Sanddünen-Landschaft, die wir mit dem Sandbuggy erkunden. Mit dem Sandbuggy durch die Landschaft zu heizen, okay, das hört sich ökomäßig fies an, aber es handelt sich hier um ein Naturschutzgebiet und außer den limitierten kommerziell betriebenen Touren, darf hier niemand fahren. Alles stylekiddocool.

Weiter geht es mit unberührter Natur im berühmten Red Wood Forest. Hier stehen einige der höchsten und dicksten Bäume der Welt. Die machen übrigens ziemlich schlank, wenn man daneben ein Foto aufnimmt. Diese grüne Kulisse  haben sich auch einige Hollywoodfilme zu Nutzen gemacht, z.B. Jurassic Park, E.T. oder aber mein Lieblingsmovie die Ewoks.

Die Luft ist unglaublich toll und ich habe in meinem Leben noch nie so viele Shades of Green gesehen.

Cable Cars findet man in San Fran an jeder Ecke, das HQ der X-Man im Film, watch out for the Bush Man at Fisherman´s Wharf, ein Diner der anderen Art: das Frog City Diner.

Cable Cars findet man in San Fran an jeder Ecke, das HQ der X-Man im Film, watch out for the Bush Man at Fisherman´s Wharf, ein Diner der anderen Art: das Frog City Diner.

Nach so viel Natur braucht Stylekiddo wieder einen Shoppingbreak. Auf geht´s nach San Francisco. Wir verlassen Oregon und fahren über die Grenze nach Kalifornien. Unser Motel haben wir allerdings in Nappa Valley bezogen. Sollte uns nicht nur aus Falcon Crest als Weinanbaugebiet bekannt sein. Und auch hier gibt es tolle Restaurants. Aber zu einem anderen Thema. San Francisco habe ich mir komplett anders vorgestellt. Es ist echt kalt und ziemlich nebelig. Obwohl wir Ende Juli dort waren, konnten wir kaum einen guten Blick auf die Golden Gate Bridge erhaschen. Umso cooler war es allerdings, selbst über die Brücke zu fahren, ein echtes Highlight! Am Pier ist es sehr touristisch, was aber der Vorteil an der Stadt ist, im Gegensatz zu L.A.: Man kann sie fußläufig erkunden oder es zumindest versuchen.

An der Fisherman´s Wharf hat sich der „Bushman“ auf die Touristenströme eingerichtet. Nach eigenen Angaben macht der obdachlose David Johnson mit seiner Performance (er versteckt sich hinter einem Busch und erschreckt die Touristen) rund 60.000 Dollar im Jahr. Amüsant ist es allemal, vor allem, wenn man das Spektakel von der anderen Straßenseite beobachtet. Stylekiddo ist sehr schreckhaft.

Apropos 60.000 Dollar, in Nappa Valley gibt es ein riesiges Designer-Outlet mit Marken wie J.Crew, BCBG Max Azria, GAP, American Apparel  etc., das Napa Premium Outlet. Shopping-Sylekiddo liked a lot.

Big Sur gehört zu den schönsten Küstenabschnitten, die wir auf dem Weg von San Francisco nach Los Angeles durchfahren. Der Highway führt hier extrem nah an der Küste entlang, nicht nur wg. dem tollen Ausblick muss man sich daher beim Fahren extrem konzentrieren.

Wir verbringen noch eine Nacht in Santa Barbara bevor wir in Los Angeles die Destination unseres Roadtrips erreichen. Santa Barbara ist ein reicher Küstenort, hier haben Stars wie Kevin Costner und Oprah Häuser, um dem Trubel Hollywoods zu entkommen.

Hotel Las Palmas in Hollywood, hier wurde Pretty Woman gedreht, vom Griffith Observatory hat man einen unglaublichen Blick auf L.A., am Santa Monica Pier endet die Route 66, crazy wird's in Venice Beach, besonders tolle Accessoires kann man in L.A. shoppen, z.B. am Farmers Market.

Hotel Las Palmas in Hollywood, hier wurde Pretty Woman gedreht, vom Griffith Observatory hat man einen unglaublichen Blick auf L.A., am Santa Monica Pier endet die Route 66, crazy wird’s in Venice Beach, besonders tolle Accessoires kann man in L.A. shoppen, z.B. am Farmers Market.

Stichwort Hollywood. Unser Motel liegt genau am Hollywood Boulevard. Okay, es gibt schönere Plätze in L.A. (echt?), aber da L.A. irgendwie sowieso kein Zentrum hat und man überall hin mind. 1 Stunde braucht (mit dem Auto) ist das auch egal. Stichwort Auto. In L.A. musst Du ein Auto haben, auch als Tourist. Hast Du kein Auto in L.A. bekommst Du als waschechtes Stylekiddo schnell schlechte Laune. Wir haben unseren Wagen von Avis gemietet, die über ein sehr gutes Netz in den USA verfügen und die Buchung auch aus Deutschland unproblematisch machen. Neben den üblichen Touren durch Beverly Hills und Hollywood besuchen wir den Farmers Market, Santa Monica Pier und Venice. Ich gebe zu, L.A. ist für mich vor allem wg. der Shopping-Möglichkeiten interessant und davon gibt es hier wirklich viele. Modische Kleidung und Accessoires findet man hier sogar im Supermarkt, z.B. bei Target. Ich erinnere nur an die Missoni-Kooperation mit dem Shopping-Riesen. Gut einkaufen kann man wie gesagt am Farmers Market oder Santa Monica Pier – da sind zwar die kommerziellen Läden wie J. Crew oder Anthropologie, aber die Auswahl ist hier gigantisch und in D gibt´s die halt nicht.

Das Café Gratitude in Venice Beach bietet ausschließlich Vegane Küche an, die mehr als köstlich ist.

Das Café Gratitude in Venice Beach bietet ausschließlich Vegane Küche an, die mehr als köstlich ist.

Mein absolutes Lieblingsrestaurant auf der kompletten Reise ist das Café Gratitude in Venice. Das Restaurant serviert ausschließlich Vegane Küche. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so gut gegessen und das zu einem wirklich guten Preis.

Insgesamt haben wir in nur 8 Tagen über 3.000 Kilometer zurückgelegt. Wenn ein Wort die Reise beschreibt, dann „Kontraste“. So sehr ich das urbane Leben schätze, es geliebt habe, auf der Terrasse des Standard Hotels in Downtown L.A. meinen Mojito zu schlürfen oder die Skater-Boys in Venice zu beobachten. Ich bin eine Stylekiddo vom Lande und lebe in der Stadt. Auf der Reise habe ich meine Liebe zur Natur wiederentdeckt. Jedes Wort, das ich für die Beschreibung dieser Natur nutzen würde, würde echt stylekiddocheezy klingen.  Es war einfach beeindruckend und die stundenlangen Autofahrten entlang der Küste, ohne je einen Menschen zu sehen, machen den Kopf aber mal so richtig frei. Drive. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und mir diesmal mehr Zeit als eine Woche nehmen. Stylekiddo will be back. Sure as Stylekiddo.

2 Gedanken zu “On the road. Seattle nach L.A.

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