On the road. Zürich, Paris, London.

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Ich gebe es zu. Ich fahre gerne Auto. Das ziehe ich dem Fliegen immer vor. Ein Roadtrip heißt für mich trotz stundenlanger Fahrten auf hässlichen Autobahnen Entspannung pur! Ich höre meine Lieblings-CD und los geht´s! Zu dem Zeitpunkt der Reise war das übrigens Yelle und The Noisettes.

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Eine schöne Strecke, die ich sogar in den Weihnachstferien unternommen habe, ist die Fahrt von Zürich nach London. Klingt verrückt. Ist es auch ein bisschen. Zugegebenermaßen.

Mit der Autofähre von Calais nach Dover in 1,5 Stunden.

Mit der Autofähre von Calais nach Dover in 1,5 Stunden.

Los geht´s in Zürich mit Aufenthalt in Düsseldorf, von dort aus weiter nach Paris. Von Paris aus immer Richtung Norden, bis nach Calais, wo man mit der Fähre (ziemlich teuer) nach Dover überschifft. Wir haben für ein Auto inkl. zwei Insassen für Hin- und Rückfahrt ca. 70 Euro bezahlt, am besten vorab buchen, z.B. mit aferry.

Nach 1,5 Stunden Überfahrt mit der Autofähre haben wir uns dazu entschieden, noch eine Nacht am Ärmelkanal zu bleiben. Ganz urig. In einem typischen englischen Hotel. Sweet ist das Mercure Hythe Imperial & Spa, wobei der Name mehr erwarten lässt, als es bietet. Es ist ein klassisches UK-Hotel, erinnert an Miss Marple & Co. und ist einfach so typisch englisch, was es so toll macht. Die älteren Damen treffen sich zum Bingo oder am Abend zum Tanztee, die Zimmer sind gemütlich, sauber und plüschig. Wir hatten ein Zimmer im 5. Stock mit einem tollen Blick direkt auf das Meer.

Das Mercury Imperial Hotel & Spa in Hythe liegt direkt am Ärmelkanal und perfekt für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach London.

Das Mercury Imperial Hotel & Spa in Hythe liegt direkt am Ärmelkanal und perfekt für einen kurzen Zwischenstopp auf dem Weg nach London.

Am nächsten Morgen starten wir nach einem leckeren English Breakfast nach London. Zum Glück fahre ich nicht, okay, ich habe gesagt, ich fahre sehr gerne Auto, aber da Stylekiddo manchmal Schwierigkeiten hat, links und rechts zu unterscheiden, überlasse ich das lieber anderen. Es ist schon eine echte Challenge, der Linksverkehr, gedanklich bin ich doch sehr oft falsch abgebogen, habe mich als Beifahrer daher eher zurückgehalten. Was Stylekiddo sonst eher schwer fällt.

Nach gut einer Stunde erreichen wir das wundervolle London. Wenn L.A. das Shopping-Paradies ist, dann ist London der Shopping-Heaven. Aber später mehr dazu.

Da wir mit Auto unterwegs sind und der Verkehr in London ähnlich wie in L.A. ein pain in the ass ist, haben wir ein Hotel außerhalb genommen und fahren mit der Tube in die City.

Shopping

It never rains in Southern California, aber wir sind ja auch in London. Solange es Harrods gibt, ist Regen kein Problem. Regent Street Area mit bunten, kleinen Shoppingstrassen. In London ist man gut mit der Underground Bahn unterwegs, solange man den Plan versteht.

Die Zeit in London ist knapp, wir bleiben hier nur zwei Nächte und morgen ist schon Silvester, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Ja, in London begehen wir das Neue Jahr bevor wir uns wieder gen Süden begeben.
Stylekiddo hat eine Checkliste dabei, was sie auf jeden Fall in London sehen muss. Ok. es handelt sich hier um Shoppingstraßen…ausschließlich, was meine männliche Begleitung weniger stylekiddocool findet. Aber die kann ja einen Kaffee Tee trinken gehen. Old oder New Bond Street, Regent Street, Carnaby Street, Notting Hill – die Auswahl in London ist unglaublich groß und bietet für fast jeden Besucher, der Lust auf Einkaufen hat, das Richtige. Hier findet man auch die Monobrand Stores so toller Labels wie Stella Mc Cartney oder die legendären Kaufhäuser Selfridges oder Harrods.

Shopping macht hungrig. Wer in London ist, isst Indisch. Das kann man mit Indischen Restaurants in Deutschland nicht vergleichen. Richtig lecker und mittlerweile kein Geheimtipp mehr ist die Kette Masala Zone. Hier kann man riesigen Platten mit lauter indischen Leckereien bestellen, verschiedene Kleinigkeiten zusammenstellen und dazu Naan Brot geniessen, was ich so gut noch nie in Deutschland gegessen habe. Dipp till you kipp.

Camden

Camden-Town: Home of Stylekiddotrash und Kitsch. Touristenfalle. Aber auch Sammelsurium cooler Second-Hand Mode, junger Designerteile und ausgefallener Retro-Artikel.

Stylekiddo mag es bunt und kontrastreich. Das trifft auf jeden Fall auf Camden Town zu. Hier ist es laut, dreckig, bunt und trashig. Die Häuserfassaden beeindrucken mit ausgefallenen Dekorationen. An allen Ecken lauern allerdings auch die typischen Touristenfallen. Läden mit Touristenkitsch und billiger China-Ware. Trotzdem ist Camden Town einen Besuch wert. Bekannt wurde Camden als Studentenviertel, mittlerweile sind die Wohnungspreise aber auch hier stark in die Höhe geschossen. Neben dem üblichen Touristenkitsch kann man hier immer noch tolle Second-Hand Mode shoppen oder nach Jungdesigner-Teilen Ausschau halten. Vor allem Schuhläden gibt es hier nicht zu wenig und die Auswahl der angebotenen Styles ist gigantisch. Nicht vergessen, bei allen Ständen ist es normal zu handeln, also keine Scheu!

silvester

Wie schon angedeutet, ist London unsere Destination und der Ort, an dem wir das Neue Jahr begehen. Dummer Stylekiddofehler war es, um 1h am Ufer der Themse zu sein, die Menschenmassen haben hier Rock am Ring Ausmaße.

Auf dem Weg zum Ufer der Themse kommen wir am Trafalgar Square und dem Sherlock Holmes Pub, 10-11 Northumberland Street | Westminster, London, vorbei. Als großer Krimi-Fan sehr ärgerlich, dass nicht noch mehr Zeit bleibt, das London von Sherlock Holmes zu erkunden. Aber das machen wir beim nächsten Besuch! Sure as Stylekiddo. Muss ja nicht immer alles nur Shopping sein. Obwohl es dort coole Sherlock-Souvenirs geben soll. Ähm, ja, wo waren wir. Ach ja, Themse. Vor der Kulisse des leuchtenden London-Eye und einem berauschenden Feuerwerk genießen wir unseren All-Inclusive Champagner Sekt und feiern auf einem kleinen Boot ins Neue Jahr. Typisch UK, vom Nachbar-Schiff des größten Londoner Radio-Sender dröhnt cooler Brit-Pop, der es in unser deutsches Radio erst gar nicht schaffen würde. Wie ich die Engländer doch liebe, alleine wegen Ihres guten Musikgeschmacks. Ein bisschen Sightseeing nehmen wir dabei auch gleich mit. Big Ben und Co. rauschen an uns vorbei, auf dem lustigen Partyboot auf der Themse.

Wir ziehen weiter nach Camden, wir haben Karten für eine Party im Koko. Das Koko ist ein Live-Musik Club, ursprünglich das Camden-Theatre, und verfügt somit noch über die klassische Innenarchitektur eines Theaters. Heute spielen hier echt gute Bands, die oft kurz vor dem Durchbruch stehen, z.B. damals Example. AC/DC Legende Bon Scott verbrachte in diesem Club übrigens seine letzte Party-Nacht, nach der er anschließend angeblich an seinem Erbrochenem starb. Stylekiddo is still alive.

Es gibt schönere Plätze auf dieser Welt als Dover. Aber mir gefällt dieser Working-Class Style. Dover verfügt über den wichtigsten Hafen Englands und die kürzeste Verbindung zum Europäischen Festland.

Es gibt schönere Plätze auf dieser Welt als Dover. Aber mir gefällt dieser Working-Class Style. Dover verfügt über den wichtigsten Hafen Englands und die kürzeste Verbindung zum Europäischen Festland.

Nach zwei grauen und doch kunterbunten Tagen in London verlassen wir England und setzten mit der Fähre wieder nach Calais über. Es bleibt noch etwas Zeit, sich Dover per Auto anzuschauen, auf dem Hügel das Dover Castle zu sehen und einen wunderschönen Blick auf den Ärmelkanal zu werfen. Bye, bye UK, bonjour Europe.

Von Calais fahren wir weiter nach Hamburg. Zwischenstopp in Antwerpen. Leider habe ich hier keine Fotos gemacht. Ich war zu sehr von den Rabbis und Diamanten abgelenkt. In Hamburg bleiben wir noch ein paar Tage, bevor wir dann straight nach Zürich zurück fahren.

Insgesamt haben wir mehr als 3.400 Kilometer in 10 Tagen zurückgelegt, Paris im Winter erlebt, den Ärmelkanal überquert, sind recht gut links gefahren und haben Silvester in London gefeiert. Stylekiddocrazy. Das Positive an so einem Roadtrip ist es ja, dass man seinen Einkaufswagen immer dabei hat. Hier muss man sich nicht überlegen, ob der Lippgloss noch in den Flieger passt, denn man hat ja den riesigen Kofferraum und die Tüten lassen sich hier nur zu gut stapeln. Bis man dann wieder am Zoll in Konstanz steht. Aber dazu dann demnächst mehr. Ich hatte mir sowieso überlegt, bald mal einen Post zur Schweiz zu schreiben. Also: Stay tuned! Der wird sicher richtig lustig. Mein Stylekiddomasterpiece.

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